Seit April, also seit ich Spenden* für den Event sammle, stand für mich fest, ich fahre die Tour de Herz an dem Tag, wie auch alle anderen vor Ort in Wien. Also Start am 27.06. um 05:00 Uhr. Ich habe mir entsprechend eine 300 Kilometer lange Tour gebaut, die perfekt an Bäckerein, Pfannkuchenhäusern, Lebensmittelläden usw. angepasst war … also ein Traum von einer Route. Klingt nach einem perfekten Plan, oder? War es auch, bis ich die Startzeit von 05:00 auf 00:01 Uhr umgestellt habe.
Die Idee der Umstellung erfolgte am Wochenende zuvor, als durch die Wettervorhersage klar war, dass es am Samstag den 27.06. „offiziell“ bis zu 38°C im Schatten werden sollte. Also habe ich mir vorgenommen, einen „Buchstabenfahrt“-Start durchzuführen. Einen Start um 00:01 Uhr, um hinten heraus der Hitze zu entkommen. Ich habe dabei „in der Eile der Umstellung“ nur eines „vergessen“: Ich wäre weder schnell genug, der Hitze in Gänze zu entkommen, noch hätte ich genug Wasser dabei, um das aushalten zu können. Und so ist es gekommen, wie es kommen musste.
biep, biep, biep … es ist 03:30 Uhr, als mich der Wecker aus dem Schlaf reißt. Ich bin vor zwei Tagen erst umgezogen, öffne die Augen und frage mich, wo ich denn bin. Es dauert wenige Sekunden, bis ich noch völlig neben mir checke, wo ich mich befinde und warum zur Hölle an einem Samstag um 03:30 Uhr der Wecker klingelt.
Ich kämpfe mich aus dem Bett und versuche einen klaren Kopf zu bekommen. Erst einmal unter die Dusche und dann Kaffee, dann wird das schon. Nach der Dusche schaue ich auf die Uhr … 1 Stunde und 5 Minuten bis ich meine persönliche “Tour de Herz” starte. Der Kaffee ist inzwischen durchgelaufen und mein Rad bereits fertig, denn das hatte ich “gestern Abend” (Freitag) bereits komplett fertig gemacht.
Ich ziehe mich an, ich frühstücke denn “ohne Mampf kein Kampf”! Es liegen immerhin über 300 Kilometer vor mir, da will der Körper mit Energie versorgt werden. Zum Frühstück gab es ganz normal “Frischkäse mit Marmelade”-Brote. Um 4:50 Uhr habe ich gegessen, Kaffee getrunken und habe mein Rad (in der Wohnung) neben mir. Ein letzter Blick, ob wirklich alles zu ist und dann geht es vor die Tür. [Weiterlesen…]
Es ist Sonntag der 11.04.2021 - 05.00 Uhr. Ich öffne langsam meine Augen und stelle mir bereits jetzt die Frage, was mich geritten hat, um diese Uhrzeit einen Wecker zu stellen? Aber es hilft ja nichts, aus dem Bett geklettert gleich der zweite Hammer, als ich aus dem Fenster schaue. Alles nass und es scheint noch ganz fein zu regnen.
Ich nehme mein Handy zur Hand und checke die Wetter-App für den Tag. Und die kennt mich mittlerweile einfach zu gut. Würde die jetzt den ganzen Tag Regen anzeigen, würde ich es mir vielleicht doch noch einmal überlegen … aber die Vorhersage stand auf „trocken“, also stark bewölkt, aber die Regensymbole waren weg? Sollte das doch ein guter Tag werden? Spoiler: Es wurde kein guter Tag ;-)
Schon zwei Abschnitte und nur „mimimi“ über das Wetter 😅
Nun denn, unter die Dusche und dann ans Frühstück, denn so ein Ritt braucht eine gute Basis! Danach die sieben Sachen gepackt und … ja welches Rad nehme ich denn? In Anbetracht der Schwierigkeit hätte ich gern das Rennrad genommen, aber mit den 25er Slicks war es mir einfach zu gefährlich. Außerdem war das Rennrad frisch geputzt … nein, ich nehme das Bulls Daily Grinder 2, mein Gravelbike mit 37er Riddler.
Da es keine Essenspunkte gibt, wollte ich nicht auf eventuelle Geschäfte angewiesen sein und so habe ich einfach alles in die Sattelrakete gepackt. PowerBar-Müsli-Riegel, Snickers, Eierwaffeln, eine Banane und dazu je eine 750er Kanne Kaffee und eine Flasche Wasser. Der Elemnt Bolt ist aufgeladen und die Arschrakete unter dem Sattel festgeschnallt - es kann losgehen! [Weiterlesen…]